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Nationale Naturlandschaften 

Einflugschneise für seltene Vögel

 Feucht- und Auenwiese

Charakteristisch für den Naturpark sind Feucht- und Auenwiesen mit den aufeinander folgenden Blühaspekten im Frühjahr. Im April beginnen die sattgelb blühenden Sumpfdotterblumen, dann folgen die weißen Teppiche des Wiesenschaumkrautes und später der wieder gelb blühende Hahnenfuß mit ausgedehnten roten Fluren der Kuckuckslichtnelke. In den Stromtalwiesen wachsen hier und da noch die sibirische Schwertlilie, der Lungenenzian, Klappertopf und die Färberscharte. (Fotograf: Günter Hübner)

Wasser, weite Niederungen, waldreiche Erhebungen und kleine märkische Orte geben der Landschaft des Westhavellandes im Westen Brandenburgs sein unverwechselbares Gesicht.

Berühmt ist die Region schon wegen ihrer Flieger. Otto Lilienthal führte hier einst seine Flugversuche durch. Die anderen Flieger kommen zu Tausenden und von weit her. Das größte zusammenhängende Feuchtgebiet im westlichen Mitteleuropa, durchflossen von der Havel, ist ein idealer Rastplatz für nordische Zugvögel. Im Frühjahr und Herbst bevölkern Gänse und Schwäne, Kraniche, Enten und Schnepfenvögel die Region, die zu den gewässerreichsten Deutschlands gehört. Der Zug der lärmenden Scharen ist nicht nur für Vogelliebhaber ein großartiges Erlebnis.
Neben vielen anderen ornithologischen Kostbarkeiten beeindrucken die zahlreichen Greifvögel wie See- und Fischadler, Milan und Wiesenweihe. Der Kampfläufer, ein streng geschützter Schnepfenvogel, ist "Wappentier" des Naturparks Westhavelland. Besonders bemerkenswert aber ist das Vorkommen der Großtrappe im Havelländischen Luch, die hier einen ihrer letzten Lebensräume in Deutschland hat.

Mit seiner Lebensader, der Havel, und seinem Gewässerreichtum eignet sich der Naturpark Westhavelland ganz besonders für umweltfreundlichen Wassertourismus. Wasserwandern auf der Havel, ihren Nebenflüssen und Kanälen, Badefreuden und Wassersport lassen diesbezüglich keine Wünsche offen. 2005 begann an der Unteren Havel eines der größten europäischen Renaturierungsprojekte unter der Trägerschaft des Naturschutzbundes Deutschland. Mit den geplanten Maßnahmen soll die einzigartige Havellandschaft erhalten, der Fluss lebendiger und noch attraktiver für den Tourismus werden.
Auenlandschaft

Das Gebiet des Naturparks wird vom Wasser geprägt. Überschwemmungen vor allem im Frühjahr und Herbst haben die Nutzung seit Jahrhunderten beeinflusst. Eindeichung und großflächige Hydromelioration führten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schließlich zur Entwässerung der flachgründigen Moore. Heute sind die Moore geschützt und die Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes wird landesweit angestrebt. Mit der Umsetzung des Projektes zur Renaturierung der Unteren Havel besteht die Chance, das Gebiet der Unteren Havel wieder in eine typische Auenlandschaft zu entwickeln. (Fotografin: Marion Bernicke-Perez Castilleja)



Das Westhavelland ist reich an historischen Häusern, Kirchen und technischen Denkmälern und es erzählt viele Geschichten. Beispielsweise über den Bau der ersten Wassermühle in Rathenow oder darüber, was die Marställe von Berlin mit den Havelwiesen zu tun haben und warum während des Dreißigjährigen Krieges die Schiffsflotte des Großen Kursfürsten in den Havelarmen versteckt wurde.

Es mag sein, dass sich die Weite der Flusstal- und Niederungslandschaft dem Besucher erst nach dem zweiten Blick erschließt. Wer jedoch Zeit und Muße mitbringt, findet hier wirklich Ruhe und Abgeschiedenheit.
Großtrappen

Alle Anzeichen stehen auf Paarung, wenn im März und April die großen prächtigen Hähne auf den Wiesen des Luches balzen und sich in leuchtend weiße Federwolken verwandeln. Sie sind auf Brautschau und wollen gesehen werden. Die Weibchen sind in der Nähe und mustern die aussichtsreichen Kandidaten. Der Paarungsakt findet jedoch zumeist im Schutz der Dämmerung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Balzzeit der vom Aussterben bedrohten Großtrappen ist ein unvergessliches Erlebnis, nicht nur für Vogelliebhaber und von zwei Beobachtungstürmen im Havelländischen Luch bei Buckow und Garlitz zu beobachten. (Fotograf: Heinz Litzbarski)

Daten & Fakten

Gründungsjahr
1998

Größe
ca 131.500 Hektar

Geographische Lage
rund 70 Kilometer von Berlin entfernt im Westen Brandenburgs an der Grenze zu Sachsen-Anhalt

Landschaften
Niederungslandschaft mit ausgedehnten Feuchtgebieten, Fließgewässer und Seen, Laub- und Nadelwälder

Besucherzentrum

Das Besucherzentrum des Naturparks öffnet seine Türen für Besucher in der Havelgemeinde Milow. Dort kann man etwas von Flussauen und Flussrenaturierung, Fischen und Fischern, Zugvögeln und Zugzeiten, Kirchen und Kaffenkähnen erfahren. Man kann auch in einem Model Havelhoch- oder Niedrigwasser simulieren. Oder Stimmen hören. Von Leuten, die viel vom Westhavelland zu erzählen haben. Man kann staunen: zum Beispiel darüber, welch Kunstwerk ein Nadelwehr ist. Oder Applaus bekommen: an einer Touchbox, die in die wunderbare Welt der Vögel entführt. (Archiv Naturpark)


zur deutschen Version
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Kontakt

Naturpark Westhavelland
Dorfstraße 5
14715 Havelaue OT Parey
Tel.: 03 38 72 - 74 3-0
Fax: 03 38 72 - 7 43-12
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