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Nationale Naturlandschaften 

Zwei Länder - ein Park

Nonnenfließtal

Vom "Naturparkbahnhof Melchow" ist ein beliebtes Wanderziel zu erreichen: das rund 10 km lange Nonnenfließ. Vor 15.000 Jahren - am Ende der jüngsten Kaltzeit - hat das in Richtung Eberswalder Urstromtal abfließende Schmelzwasser in die Barnimer Grundmoränenplatte eine Rinne gespült, in der heute das Nonnenfließ seinen Lauf nimmt. Steil - bis zu 35 Grad - fallen stellenweise über zwölf Meter hohe Hänge zum Fließ hin ab. Eine Landschaft (fast) wie im Mittelgebirge. Direkt am Fließ stehen Erlen, Eschen und einzelne Ulmen; hangaufwärts ziehen sich stattliche Rotbuchenbestände, denen Eichen, Hainbuchen und Kiefern beigemischt sind. Absterbende Baumriesen und vermoderndes Totholz machen Platz für neues Leben. Hier ist es selbst an heißen Sommertagen angenehm kühl. Der Weg vom Bahnhof Melchow führt über die ursprüngliche Dorfanlage, die 1432 von den Hussiten verwüstet wurde.

Mit der Berliner S-Bahn ist es in den Naturpark Barnim nur ein Katzensprung. 5,4 Prozent der Naturparkfläche liegen in den nördlichen Berliner Stadtbezirken Pankow und Reinickendorf. Zwischen Bernau, Bad Freienwalde, Eberswalde, Liebenwalde und Oranienburg befindet sich der Brandenburger Teil des Naturparks. Der 750 km² große Naturpark Barnim ist ein gemeinsames Großschutzgebiet von Brandenburg und Berlin.

Über die Hälfte des Naturparks ist bewaldet, vor allem mit Kiefern. Auf einigen Standorten gibt es naturnahen Waldbestand: Buchenwald am Liepnitzsee und in der Barnimer Heide, Eichenmischwald im Kreuzbruch, Erlenbrüche im Finow- und Briesetal. Charakteristisch für den Naturpark sind auch die zahlreichen Seen, Sölle und Fließe. In den kleinen, oft mondrunden Söllen leben u. a. Rotbauchunke, Kammmolch und Moorfrosch. Im Wandlitzer See und Liepnitzsee wird die als Delikatesse geschätzte kleine Maräne gefischt. An den naturnahen Fließen können mit etwas Glück Eisvogel, Gebirgsstelze und - als Wintergast - die Wasseramsel beobachtet werden. Schwieriger ist es allerdings, Fischotter und Biber zu Gesicht zu bekommen. Die Spuren von Europas größtem Nager sind jedoch - u. a. am Langen Trödel, der Teil des historischen Finowkanals ist - nicht zu übersehen.
Briesetal

Vom Winde verweht: unterwegs im Briesetal Bevor sich nach Ende der jüngsten Kaltzeit eine schützende Vegetationsdecke bilden konnte, wurde der von den Gletschern abgelagerte Sand zu Dünen aufgeweht. Beim ehemaligen Forsthaus Wensickendorf bietet sich ein schöner Panoramablick über die Briese-Niederung zum bewaldeten Dünengürtel, der sich an beiden Ufern des Fließes hinzieht. Den naturnahen Niederungsbach, der aus dem Wandlitzer See kommt und nach 16 km bei Birkenwerder in die Havel mündet, säumt über weite Strecken Erlenbruchwald; in der Dämmerung erklingt das langgezogene huhuhuuu des Waldkauzes. (Fotograf: Frank Liebke)



Bevor sich nach Ende der jüngsten Kaltzeit eine schützende Vegetationsdecke bildete, wurde der freiliegende Sand zu Dünen aufgeweht. So entstand das beeindruckende Auf und Ab der für den Naturpark ebenfalls typischen Binnendünengebiete. Vor allem auf den Sandern im Süden (Schönower Heide) und Westen (Briesetal-Gebiet) des Naturparks, sowie im Randbereich des Eberswalder Urstromtals (u. a. Melchower Schweiz). In der Schönower Heide wurde ein Rundwanderweg mit Aussichtsturm angelegt. Die heutige Heidelandschaft entstand durch einen Truppenübungsplatz. Wo früher Panzer rollten, befindet sich jetzt ein über 500 Hektar großes Naturschutzgebiet.

Daten & Fakten

Gründungsjahr
1998

Größe
74.870 Hektar

Geographische Lage
Nördlich der Bundeshauptstadt Berlin; 5,4 % der Naturparkfläche liegt in den nördlichen Berliner Stadtbezirken Pankow und Reinickendorf

Landschaften
Barnimplatte mit Seen, Söllen, Fließgewässern, Kiefernforsten, Mischwäldern und Trockenbiotopen; Teile der Havelniederung und des Eberswalder Urstromtals; Geländeausformung: flach bis hügelig, eiszeitlich geprägt


zur deutschen Version
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Kontakt

Naturpark Barnim
Wandlitzer Chaussee 55
16321 Bernau b. Berlin
Tel: 0 33 38 - 75 17 6-0
Fax: 0 33 38 - 75 17 6-13
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