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Nationale Naturlandschaften 

Im Reich der urigen Buchen

Edersee

Natürlich mutet der blau schimmernde Edersee an und erinnert an die Fjorde Skandinaviens. Die von Wald umgebenden Seeschleifen bieten stille Erholung und naturgebundene Freizeitgestaltung. Im Herbst taucht das "Edersee-Atlantis" aus den Fluten und erzählt die Geschichte vom Aufstau.

Zu Zeiten der Römer waren 3/4 der heutigen Bundesrepublik mit Wald bedeckt. In den damals noch ausgedehnten Majestätisch schreitet der Rothirsch durch die weiten Wälder des Nationalparks. Mächtige silbergraue Stämme bilden die Säulen eines Kronendaches, das den Wechsel der Jahreszeiten mit einzigartigen Farbänderungen begleitet. Zu den Schätzen des Nationalparks zählen kleine Urwaldreste und Naturwälder mit viel Totholz, vielen Baumhöhlen und vielen Arten. Die Rotbuche beherrscht die Waldlandschaft: als Keimling, Baumriese und gefallener Stamm. Eine Vielzahl von Tieren hat sich diesem Lebensrhythmus angepasst. Sechs Spechtarten sind hier zu Hause. Nachts verlassen die Fledermäuse - darunter Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus ihre Spalten und Höhlen und jagen nach Insekten. Wespenbussard, Schwarz- und Rotmilan ziehen ihre Kreise über den Baumwipfeln.

Rotbuchenwälder wachsen weltweit nur in Europa. Hessen hat als "Buchonia", als Land der Buchen, eine besondere Verantwortung für die Erhaltung unseres Naturerbes. Der erste Nationalpark Hessens schützt daher seit 2004 auf einer Fläche von fast 6.000 Hektar den größten unzerschnittenen Hainsimsen-Buchenwaldkomplex Mitteleuropas.
Hier entsteht "Wildnis von morgen"! Als erster deutscher Nationalpark könnte er auch von der IUCN anerkannt werden. Wälder der Nationalparks stehen mit denen der Nationalparke Hainich, Jasmund und Müritz sowie des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin zudem auf der Vorschlagsliste für Welterbestätten der UNESCO. Sie sollen die Buchenurwälder der Karpaten ergänzen.
Waldbach

Mehr als 500 reine und klare Quellen entspringen im Nationalpark. Hier tummeln sich Grundwasserflohkrebs, Alpenstrudelwurm und die seltene Dunkers Quellschnecke. In sprudelnden, kühlen Waldbächen, die natürlich durch die Täler schwingen, leben Steinfliegenlarven, Bachforelle und Groppe. Für den Feuersalamander sind diese Bäche und Wälder ein wahres Paradies.



Der Nationalpark bietet Oasen der Stille. Herrliche Ausblicke auf den Edersee und überraschende Einblicke in die werdende Wildnis erwarten Sie. Unsere Ranger zeigen Ihnen gerne mehr. Sie bieten fachkundige Führungen und das ganze Jahr über eine reiche und spannende Erlebnispalette an. Im NationalparkZentrum Kellerwald erleben Sie eine ungewöhnliche Ausstellung rund um Wildnis und ein spektakuläres 4D-Kinoerlebnis. In den Infohäusern "Fagutop" und "KellerwaldUhr" erhalten Sie spannende Informationen über die Buche, den Buchenwald und zur Waldgeschichte. Im WildtierPark beobachten sie heimische Wildtiere aus nächster Nähe. In der WildnisSchule macht Lernen Spaß. 
knorrige Eiche

An sonnigen, felsigen Hängen kämpft der Wald mit Trockenheit, Kargheit, Hitze und Kälte. Knorrige Eichen und Buchen bilden dort skurrile Waldbilder. Seltsame Wesen scheinen in ihnen zu wohnen.

Daten & Fakten

Gründungsjahr
2004

Größe
5.724 ha

Geographische Lage
ca. 50 Kilometer südwestlich von Kassel und 9 Kilometer westlich von Bad Wildungen und ca. 60 Kilometer östlich von Willingen/Winterberg am Südufer des Edersees

Landschaften
Bodensaurer Hainsimsen-Buchenwald, Edellaubholz-, Block- und Hangwald, Eichen-Trockenwald

Kindergruppe bei Projekt "Waldscout & Waldranger"

Wildnisbildung hat im Nationalpark einen großen Stellenwert. Schulklassen und Kindergruppen können Wildnis unter Anleitung von Rangern hautnah erleben. Zurzeit startet das innovative Projekt "Waldscout & Waldranger".


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Laustraße 8
34537 Bad Wildungen
Tel: 0 56 21 - 75 24 9-0
Fax: 0 56 21 - 75 24 9-19
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