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Nationale Naturlandschaften 

Sagenumwobene Bergwildnis

Brocken über den Hirtenstieg

Sonnenaufgang in der sagenumwobenen Bergwildnis - zu genießen bei einer Wanderung auf den Brocken über den Hirtenstieg (Foto: Wilfried Störmer)

Mitten in Deutschland gelegen, schützt und entwickelt der länderübergreifende Nationalpark Harz eine einzigartige Mittelgebirgslandschaft mit Wäldern, Mooren und Fließgewässern. Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten kommen hier vor. Der Nationalpark Harz besticht besonders durch die Vielfalt seiner Naturausstattung. Am Nord- und Südrand finden wir ausgedehnte Buchenwälder, die vor allem im Frühjahr und Herbst zu einer Wanderung einladen. In den Hochlagen des Harzes, die von der Brockenkuppe überragt werden, prägen Moore, Fichtenwälder und Felsen das Bild. Die Oberharzer Moore zählen zu den besterhaltenen und beeindruckendsten deutschen Moorlandschaften. Einen Einblick in den Extremlebensraum Hochmoor mit seinen hochspezialisierten Pflanzen - wie z.B. Torfmoosen und dem Sonnentau - bieten Bohlenstege für unsere Besucher. In den Fichtenwäldern der Hochlagen ist der Waldboden häufig kniehoch von einem dicken Teppich üppigen Grüns bedeckt. Bedingt durch die hohe Luftfeuchtigkeit wachsen hier Moospolster und bizarre Flechtenkrusten und überziehen die Bäume am Wegesrand. Die eingestreuten Felsformationen und Blockhalden - Meere aus Stein - beeindrucken dagegen durch ihre Kargheit. Überall im Harz spielte und spielt Wasser eine entscheidende Rolle. In früheren Zeiten wurde es in großem Umfang für den Bergbau genutzt. Heute kommt es wieder verstärkt der Natur zu Gute, sprudelt in naturnahen Bächen zu Tal und bietet vielen Tieren, wie z.B. dem Schwarzstorch oder der Wasseramsel, Lebensraum.

Wir haben Nationalparkhäuser und Nationalpark-Informationsstellen in allen Gemeinden der Nationalparkregion Harz eingerichtet - besuchen Sie uns mal!
Luchs

Sie möchten Harzer Luchse sehen? Termine für die Fütterung der Tiere im Luchsgehege an der Rabenklippe finden Sie im jährlichen Naturerlebnis-Programm. (Foto: Wilfried Störmer)

Daten & Fakten

Gründungsjahr
Hochharz 1990, Harz 1994, Vereinigung 2006

Größe
24.759 ha

Geographische Lage
Der Nationalpark Hochharz rund um den Brocken wurde 1990 gegründet; 1994 kam der niedersächsische Nationalpark Harz hinzu. Beide Nationalparke umfassen zusammen rund 24.700 ha Fläche und sind mit Datum 1.1.2006 zum länderübergreifenden Nationalpark Harz vereinigt. Er erstreckt sich von Bad Harzburg und Ilsenburg im Norden über die Hochlagen um den Brocken und Torfhaus bis nach Herzberg und zur Odertalsperre im Süden.

Landschaften
Bergfichten-, Bergmisch- und Buchenwälder, subalpine Zwergstrauchheiden, Moore, Fließgewässer und Felsbiotope

Goetheweg zum Brocken

Auf dem Goetheweg zum Brocken - der beliebteste Wanderweg im Nationalpark Harz (Foto: Ingrid Nörenberg)

Besucherhighlights

Auerhuhn-Schaugehege bei Lonau
Nahe der kleinen Ortschaft Lonau in den schönen Buchenwäldern des Südharzes befindet sich das Auerhuhn-Schaugehege des Nationalparks. Vom Dorfzentrum aus ist es über einen kurzen Fußweg durch die Lonauer Wiesen zu erreichen. Das Schaugehege bietet gute Beobachtungsmöglichkeiten nicht nur für die auffällig gezeichneten und imposant aussehenden Hähne, sondern auch für die in freier Natur extrem gut getarnten Hennen. Mit etwas Glück können Sie im Frühjahr von April bis Mai auch die Balzlaute der Männchen hören. In dem siebenteiligen Rondell sind darüber hinaus auch Birk- und Haselhühner zu Hause.

Borkenkäferpfad in Ilsenburg
Wie ein Wald neu entsteht, wie sich aus einer vermeintlichen Katastrophe Chancen für die Natur ergeben, wo der Borkenkäfer im Nationalpark Harz aktiv bekämpft wird und wo nicht, erfahren Besucher des neu eröffneten Borkenkäferpfades in Ilsenburg. Die Wanderung beginnt im Ilsetal am Kurparkhotel Ilsenburg unweit des Großparkplatzes. Drei Erlebnisstationen mit attraktiven Informationstafeln zeigen entlang des Weges die hiesigen Borkenkäferaktivitäten, ihre biologischen Hintergründe und die Ursachen für diese Entwicklung. Nähere Informationen erhalten Sie zu Beginn oder am Ende Ihrer Wanderung von den Rangern im Nationalparkhaus Ilsetal.

Brockengarten
Der 1890 gegründete Brockengarten beherbergt 1600 Pflanzenarten aus den Hochgebirgen der Welt. Besonders reizvoll ist ein Besuch im Mai, wenn die Brockenanemonen blühen.
Von Mitte Mai bis Mitte Oktober können Sie den Bockengarten von Montag bis Freitag zweimal täglich im Rahmen einer Führung um 11:30 und 14:00 Uhr erkunden. An den Wochenenden und an Feiertagen ist der Besuch nur in Kombination mit der Rundwanderwegführung möglich.

Besucher im Brockengarten

Besucher im Brockengarten


Brockenhaus
Im Brockenhaus auf dem Gipfel des höchsten Harzberges erwartet Sie eine moderne und umfangreiche Ausstellung mit dem Motto „Augen auf und durch!“. Eine Reise durch die Magie und die Vielfalt des Berges wird Sie verzaubern.
Während der kalten Jahreszeit, von November bis April, ist das Brockenhaus der Treffpunkt für die geführten Wanderungen über die Brockenkuppe.

Haus der Natur
Haus der Natur mit Luchs-Info Harz
Im Kurpark in Bad Harzburg neben der Talstation der Burgbergseilbahn. Das Haus der Natur mit seiner Luchsinformation Harz ist ein Gemeinschaftsprojekt der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Niedersächsischen Landesforsten und des Nationalparks Harz. Die interaktive Walderlebnisausstellung erwartet den Besucher auf 400 Quadratmetern mit spannenden und unterhaltsamen Informationen rund um die Tier- und Pflanzenwelt des Harzes. Besonders für Kinder gibt es viele Stationen zum Entdecken, Ausprobieren und Mitmachen. Erleben Sie das Röhren eines Hirsches, schauen Sie einer Buche in den ersten Tagen ihres Lebens zu oder machen Sie die Erfahrung, wie sich das Fell des Luchses anfühlt! Eine Informationstheke und ein kleiner Shop mit ausgewählten Geschenkideen und Artikeln über Wald und Natur runden das Angebot ab. Mit der Jahreskarte kann die Ausstellung beliebig oft besucht werden.
weitere Informationen unter www.haus-der-natur-harz.de

Löwenzahn-Entdeckerpfad
Besonders spannend ist der Löwenzahnpfad in Drei Annen Hohne. Anlässlich des 25-jährigen Löwenzahn-Jubiläums 2005 haben wir gemeinsam mit dem ZDF für alle kleinen und großen Kinder einen Entdeckerpfad gebaut. Unweit der Brockenbahn schlängelt sich der Pfad durchs Gehölz. Wer ihn besuchen möchte, sollte ein bisschen Zeit mitbringen. 1 bis 2 Stunden kann man sich an den verschiedenen Stationen schon aufhalten.
Rund um die Totholz- und Wurzelstation gibt es viel zu erkunden. Wo krabbelt denn diese Spinne hin? Und die Ameisen? Auf der Wiese lädt dann die Träumerbank unter der alten Eiche zum Verweilen ein, falls es einen nicht gleich zu der riesigen Eule zieht. Vorbei am Barfußfühlpfad geht es zum Wald-Memory. Und wer sich dann noch richtig austoben will, kann mit den Tieren des Waldes um die Wette springen.
Der Entdeckerpfad ist fast ganzjährig zu besuchen. Nur von November bis ca. März (den genauen „Wiedereröffnungstermin“ findet Ihr jeweils im Internet) hat er aufgrund der häufigen Schneefälle im Harz Pause. In der Zeit lässt sich dann die große Höreule in der Werkstatt „ihr Gefieder“ putzen.
Höreule auf dem Löwenzahnpfad

Höreule auf dem Löwenzahnpfad


Luchs-Schaugehege an den Rabenklippen
Vor knapp 200 Jahren wurde der letzte frei lebende Luchs im Harz geschossen. Seit dem Jahr 2000 werden die schönen Katzen mit den Pinselohren im Nationalpark Harz nun erfolgreich wieder angesiedelt. Die Tiere durchstreifen den gesamten Harz und haben sich gut eingelebt. Mehrfach hat sich Nachwuchs in der freien Natur eingestellt, so dass wir mittlerweile von einer kleinen Luchspopulation sprechen können. Allerdings sind die Katzen recht scheu, so dass Sie sie in freier Natur nur sehr selten zu Gesicht bekommen werden.
Vier Luchse leben im Luchs-Schaugehege an den Rabenklippen bei Bad Harzburg. Hier können Sie die Tiere beobachten, wie sie sich in der Sonne aalen oder am Gehegerand entlang schleichen. Besonders beliebt sind die öffentlichen Fütterungen der Luchse, bei denen Sie unsere Mitarbeiter mit Fragen über die Raubkatze und das Harzer Luchsprojekt löchern können. Wer sich einen ganzen Nachmittag mit dem Luchs beschäftigen möchte, für den ist das Luchsticket das Richtige mit einem Besuch der Luchsausstellung, einer Fahrt zum Luchs-Schaugehege, einer exklusiven Luchsfütterung und anschließender Einkehr in einer Waldgaststätte. Als Erinnerung erhält jeder Teilnehmer eine „Luchstüte“ (Termine und Informationen unter www.nationalpark-harz.de oder Tel. 05322 / 75330).

Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Die atmosphärische Ausstellung führt Sie von den Naturschutzstrategien der Nationalen Naturlandschaften Deutschlands über das Grüne Band in die sagenumwobene Bergwildnis des Nationalparks Harz. Auf einer multimedialen Reise mit den historischen Harzreisenden Goethe und Heine erwandern Sie den Brocken. Ist der Buchdrucker ein willkommener Gestalter der Fichtenwälder oder ein Probleminsekt? Wird im Nationalpark gejagt? Wo können wir das Grüne Band in der Nationalparkregion erleben? Spannend und verständlich werden viele Fragen beantwortet. Tauchen Sie in die Welt der Moore mit  Hungerkünstlern und Moorleichen ein. Ihre Kinder fühlen sich in unserer Wolfshöhle wohl oder werden in unserer Forscherecke selbst aktiv. Vielfältige touristische Informationen, z.B. über Naturreiseangebote, Wildnis-Pauschalprogramme und weitere Natur-Erlebnismöglichkeiten erhalten Sie an unserem großzügigen Info-Counter. In unserem vielseitigen Nationalpark-Shop warten neben Wanderkarten, Büchern und Postkarten Souvenirs auf Sie.
Nationalparkhaus Ilestal
Unser Nationalparkhaus in der Nähe des Großparkplatzes in Ilsenburg, im unteren Teil des Ilsetals bietet Informationen über die Natur, das Ilsetal und spannende Naturfilme. Auch im Garten gibt es einiges zu entdecken. Hier beginnen die geführten Wanderungen mit den Rangern. Wechselnde Sonderausstellungen laden zu mehrmaligen Besuchen ein.

Nationalparkhaus Sankt Andreasberg
Spannende Informationen zur Geologie, zu den Folgen des Bergbaus und zur heutigen Waldwildnis des Nationalparks werden für jedes Alter geboten. Die interaktive Ausstellung bietet als Höhepunkt ein Erlebniskino, in dem die Geschichte des Harzes und die Rückkehr der Wildnis inszeniert werden. Im Verkaufsbereich finden Sie Bücher, Wanderkarten, Geschenke und Naturkost. Selbstverständlich sind unsere Waren umweltfreundlich, fair gehandelt oder aus der Region. Unser Lesecafé lädt zum Verweilen und Stärken nach einer langen Wanderung ein. Seit 2007 ist das Nationalparkhaus auch Infostelle des Geoparks Harz. Gerne bieten wir Ihnen nach Absprache eine Führung durch die Ausstellung oder eine spannende Exkursion durch die Waldwildnis an.

Nationalparkhaus Schierke
Unser Nationalparkhaus liegt am westlichen Ortsausgang von Schierke direkt an der Brockenstraße. In der modernen Ausstellung bekommen sie Tipps zu Wegen und Wetter auf ihrer Wanderung durch die sagenumwobene Bergwildnis in Richtung Brocken.

Urwaldstieg
Machen Sie auf dem Weg zum Brocken einen kurzen Abstecher auf den Urwald stieg. Der 200 m lange Stichweg zweigt kurz oberhalb vom Brockenbett von der Brockenstraße ab und gibt einen herrlichen Einblick den geheimnisvollen Brockenurwald – ein Wald, wie die Natur ihn hier entstehen ließ. Neben jungen Sämlingen auf moderndem Holz finden wir aufwachsende, alte und absterbende Fichten, unter ihnen sonderbare Baumgestalten, die Ihre Fantasie anregen.
Begleitet werden die Besucher auf ihrem Weg von Versen, die der
Dichter Bernd Wolff extra für den Urwaldstieg geschrieben hat.
Die Verse stimmen nachdenklich und lassen uns über das Phänomen
Zeit philosophieren.

WaldWandelWeg Torfhaus
Wir laden Sie ein zu einem Spaziergang auf dem neuen WaldWandelWeg am Schubenstein bei Torfhaus. Auf ca. 180 Metern können Sie die dynamische Waldentwicklung im „Urwald von morgen“ hautnah erleben. Der Pfad ist vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus aus in einer kurzen Wanderung von ca. 1,5 Kilometer leicht erreichbar. Sechs Stationen informieren über Borkenkäferaktivitäten, biologische Hintergründe, aktuelle Fragen der Borkenkäferentwicklung und der Zukunft des Waldes sowie die Ursachen für diese Entwicklung. Nähere Informationen zum Pfad erhalten Sie im Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus.
Wanderer auf auf dem WaldWandelWeg

Wanderer auf auf dem WaldWandelWeg


Wildnispfad Altenau
Unser Wildnispfad am Ortsrand von Altenau präsentiert Ihnen auf 800 m Länge die verschiedenen Waldtypen des Nationalparks Harz. Im Nationalpark und speziell hier auf dem Pfad kann sich Natur wieder frei entfalten und Sie sind herzlich eingeladen, diese Eigendynamik mit zuerleben!
Noch ist der Wald zum Teil stark durch die Bergbauzeiten des Harzes geprägt und es dauert, bis er sich wieder zu Wildnis ent wickelt. An vielen Stellen können Sie aber schon erste Anzeichen einer solchen Entwicklung erkennen. In den nächsten Jahren wird sicher viel passieren auf dem Wildnispfad, so dass er immer wieder einen Besuch wert ist. Wenn Sie mehr über die Waldentwicklung auf dem Pfad erfahren möchten, können Sie gerne auch an einer geführten Tour mit dem Nationalpark-Förster (siehe Veranstaltungen) teilnehmen.
Sie finden den Wildnispfad, wenn Sie vom Parkplatz Rose aus, der sich
am Ortausgang von Altenau an der B 498 Richtung Dammhaus befindet,
der Beschilderung folgen.

Wildtier-Beobachtungsstation im Odertal
Mit einem Fernglas und einem Sitzkissen ausgerüstet können Sie an der Wildtier-Beobachtungsstation in Sankt Andreasberg mit etwas Glück und Geduld auch die großen Tiere des Waldes, wie z.B. Reh und Rothirsch, in freier Natur erleben. Sie erreichen die Station auf einer kurzen Wanderung vom Parkplatz an der Oder in Oderhaus in Richtung Rinderstall.

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Nationalpark Harz - Sagenumwobene Bergwildnis
In unserer Basisinformation finden Sie alle wichtigen Informationen über die Natur im Nationalpark Harz.

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Lindenallee 35
38855 Wernigerode
Tel: 03943 5502-0
Fax: 03943 5502-37
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