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Nationale Naturlandschaften 

Ein Urstromtal in seiner ganzen Breite

Elbberg im Boizenburger Ortsteil Vier

Vom Elbberg im Boizenburger Ortsteil Vier hat man einen der schönsten Elb-Panoramen über die geschützte mecklenburgische und niedersächsische Auenlandschaft. Der Aussichtsturm "Elwkieker" befindet sich neben dem Standort der Naturparkverwaltung und der Naturpark-Ausstellung. Von hier aus führt ein Wanderweg direkt in das kuppige Naturschutzgebiet "Elbhang Vierwald" mit zahlreichen eiszeitlichen Kerbtälern, einem ehemaligen Kolonnenweg sowie einem weiteren Aussichtsturm auf dem Köpelberg (60 m üNN). (Fotograf: Dirk Foitlänger)

Mit der Elbe, dem drittgrößten Strom Mitteleuropas, und den zahlreichen Nebenflüssen prägt das Elbetal diesen westlichsten und zugleich längsten Naturpark Mecklenburg-Vorpommerns. Unweit der Elbmetropole Hamburg, zwischen den kleinen Hafenstädten Boizenburg im Norden und Dömitz im Süden, erstreckt sich der 426 km² große Naturpark auf eine Länge von ca. 65 km entlang der niedersächsischen Grenze.

Die Elbe ist der längste, noch frei fließende Fluss in Deutschland - auch wenn sie aufgrund der bereits im 19. Jh. gebauten Buhnen ihr Flussbett nicht mehr frei wählen kann. Mit dem Bau der Deiche seit dem 13. Jh. ist bis heute im Mecklenburgischen eine Kulturlandschaft mit einem über 120 km langem Deichsystem entstanden. Durch den Wechsel von Hoch- und Niedrigwasser der Elbe werden die angrenzenden Auen bzw. Mündungsbereiche der Elbnebenflüsse Boize, Sude, Schaale, Krainke, Rögnitz, Elde und Löcknitz maßgeblich geprägt.

Für Deutschlands Weißstörche ist das Elbetal der Dreh- und Angelpunkt. Nicht umsonst ist Adebar der hiesige Charaktervogel. Allein im Naturpark brüten z. Zt. ca. 38 Paare - Tendenz steigend. Ähnliches gilt auch für den Elbebiber, der sich hier in den letzten Jahren weiter ausbreiten konnte. Aufgrund seiner Funktion als Zugkorridor und Überwinterungsgebiet wurde der größte Teil des Naturparks als Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Für die besonders geschützten Kraniche, nordischen Schwäne und Gänse sind die großen, oft unzerschnittenen Felder und Grünlandflächen der Flusslandschaft attraktiv. Hier finden Tausende Saat- und Blässgänse sowie Sing- und Zwergschwäne Nahrung für den Weiterflug.
Naturschutzgebiet "Rüterberg"

Das Naturschutzgebiet "Rüterberg" liegt an einem besonders ausgeprägten Mäander der Elbe westlich von Dömitz. Die naturnahe Aue wird periodisch vom Hochwasser der Elbe überflutet. Hier wechseln sich Silbergrasfluren und Magerrasen mit Grasnelke, Grannen-Ruchgras, Ährigem Blauweiderich und Ohrlöffel-Leimkraut sowie junge Weichholzauen mit verschiedenen Weidenarten und Schwarz-Pappeln ab. Ferner treten hier Röhrichte und Uferstaudenfluren mit Katzenschwanz, Strahlendem Zweizahn und Gelber Wiesenraute auf. Die feuchteren beweideten Flächen sind als Brenndolden-Auengrünland mit Flutrasen ausgebildet. Die der Überschwemmungsdynamik unterworfenen Ufer der Elbe werden von Elb-Spitzklette, Elb-Liebesgras, Großem Büchsenkraut und Schmalblättrigem Ampfer gebildet. Auf trocken gefallenen Sandbänken stellen sich im Sommer oft dichte Bestände einjähriger Gefäßpflanzen, so z. B. Hirschsprung und Schlammling, ein. Am Rande der saalezeitlichen Hochfläche des Rüterberges existieren Dünenzüge.



Eine solche - mit anderen großen deutschen Strömen verglichene - naturnahe Flusslandschaft kann nur im Verbund erhalten werden. Deshalb haben sich die fünf Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zusammengetan, um auf über 400 Flusskilometern das Elbetal mit seinen weiten Auen wirkungsvoll zu schützen. Ende 1997 wurde das länderübergreifende Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe" von der UNESCO anerkannt. Den mecklenburgischen Teil bildet der Naturpark Mecklenburgisches Elbetal.

Daten & Fakten

Gründungsjahr
1998 (Einstweilige Sicherung 1990)

Größe
42.600 ha

Geographische Lage
rechtselbisch zwischen Lauenburg und Dömitz, ca. 50 km südöstlich von Hamburg

Landschaften
Elbe-Urstromtal mit weiten Flussauen und Nebenflüssen, Grünland, Elbuferhänge und Binnendünen, Heiden

Singschwäne

Der Naturpark hat eine herausragende internationale Bedeutung als Gebiet für durchziehende und überwinternde Vogelarten. Für die besonders geschützten Großvögel, wie z.B. die Singschwäne, sind die weiten, oft unzerschnittenen Felder und Grünlandflächen der Flusslandschaft attraktiv. Hier finden Tausende Saat- und Blässgänse sowie Sing- und Zwergschwäne Nahrung für den Weiterflug.


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Kontakt

UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe
Am Elbberg 8-9
19258 Boizenburg/Elbe
Tel: 03 88 47 - 62 48 42
Fax: 03 88 47 - 62 48 48
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